„Köln Auswärts ist in der englischen Woche, lasst uns doch schnell mit dem ICE rüber fahren!“

„Ja klar, warum nicht“

„Alter, dass Ding ist Mittwoch 18.30 Uhr, was soll der scheiß denn?“

„Dann machen wir eben frei – AUF JETZT!“

Ok, nein. Wir haben einfach das Glück, dass unsere Gruppe von 9 Personen zum Großteil seine Abschlussarbeit schreibt, weshalb man sich den halben Tag freimachen konnte. Jetzt mal ehrlich, was soll das bitte? FFM – Köln ist zwar eine kurze Strecke, aber lieber DFB, der normale Mensch muss an einem Mittwoch arbeiten! Wie soll man es schaffen um 18.30 Uhr in Köln zu sein? Vielleicht arbeitet ihr am Mittwoch nur bis 14 Uhr – der Großteil der Fußballfans, ohne die ihr überflüssig wärt, nicht! Denkt doch einfach mal nach!

Ok, genügend Kritik. Zurück zu unserer glorreichen Eintracht. Schon ganz uffgerecht hab ich an meinem Schreibtisch gewartet bis es endlich 13.00 Uhr wurde. Ab in die Ubahn, schnelles Bierchen am YokYok, der IC wartet. Eigentlich sollte wir mit diesem zum Flughafen fahren und von dort mit dem ICE nach Köln. Da aber der Zugwagen das Hertha-Logo hatte, beschlossen wir einen anderen Zug zu nehmen (Ok, stimmt nicht ganz – er hatte Verspätung, weswegen wir einen anderen nehmen mussten – aber die andere Geschichte ist cooler. Den Hertha-Wagen gab es aber wirklich 😉 )

Die Stimmung war bei uns super, was wir komischerweise trotz viel Gesang, reichlich Bier und qualitativ hochwertige Gespräche, nicht auf Rentner, Anzugträger und Urlauber überschwappen konnte. Kann ich echt nicht nachvollziehen.

In Köln angekommen, ging es nochmal auf ein Kölsch in eine uhrige Kneipe, in der tatsächlich auch Singverbot vorherrscht. Töricht wie wir sind, ließ es uns kalt und die Zustimmung vieler Adler war uns gesichert. Weiter Richtung Stadion konnten wir noch auf den Mannschaftsbus treffen. Passend hielt er vor uns an der Ampel und wir konnten ein schnelles „Ampelselfie“ machen. Die Mannschaft schien sich darüber zu belustigen. Ich denke, dass war auch die entscheidende Motivation für den Sieg. Schnell ins Stadion. Wie immer in Köln, schönes Stadion, gute Stimmung, volles Haus. Trotz 18.30 Uhr war unser Block gut gefüllt. Super! Schnell noch mit einem eine Wette abgeschlossen, Haller netzt – um drei Bier.. Zähes Spiel, aber ich hatte auch nichts anderes erwartet. Dreckig waren die drei Punkte und genauso wichtig, dass ich die Wette gewonnen hatte. Motivation mitnehmen, Samstag Leipzig schlagen.

Dadurch, dass sich über den Tag hinweg schon einige Biere angesammelt hatten, entschieden wir uns es ruhiger anzugehen. Richtig, am nächsten Tag wartet die Arbeit, auch für den DFB?

Fazit: 3 Punkte, Busselfie, 18.30 Uhr ist eine Frechheit.

Gastbeitrag: Degus

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